Crashtests mit Hunde-Dummies

Bei Crashtests werden nicht nur menschliche Dummies eingesetzt, auch Hundeattrappen kommen zum Einsatz. Was Form und Gewicht angeht, sind sie echten Hunden nachempfunden. Und damit die Belastungen, die bei einem Unfall entstehen, gemessen werden können, sind die Dummies mit Sensoren ausgestattet.

Die Unfallforscher der Allianz-Versicherung haben einen Crashtest mit den beiden Hunde-Dummies Rex und Markus durchgeführt. Dazu haben sie ein Auto auf die typische Stadt-Geschwindigkeit von 40 km/h beschleunigt und dann gegen eine Wand fahren lassen.

 

RexHund im Crashtest Unfallforschung

Der Dummy Rex stellt einen Schäferhund dar, wiegt 35 kg und saß bei Crashtest auf der Rückbank. Als es zum simulierten Unfall kam, flog er wie ein Geschoss mit einer Wucht von 1600 kg gegen das Armaturenbrett, sodass Schalter und Knöpfe beschädigt wurden und die Mittelkonsole brach. Wäre Rex ein echter Hund, wäre er an Genickbruch und inneren Verletzungen gestorben – ein Horrorszenario.

Auch die Menschen im Auto wären in Gefahr gewesen. Wenn ein Hund gegen den Vordersitz geschleudert wird, ist die Rückenlehne nicht stark genug, um dem Aufprall standzuhalten. Der Fahrer oder der Beifahrer hätten schwere Wirbelsäulenverletzungen erlitten, die zu einer Querschnittslähmung führen könnten.

 

MarkusHund im Auto Crashtest Unfalll

Markus ist nicht etwa der nette Herr von der Allianz, sondern die Attrappe eines kleineren Hundes von 7 kg. Er könnten beispielsweise ein Dackel, ein Jack Russel Terrier oder ein Welpe sein. Da leichte Vierbeiner nicht so viel Aufprallgewicht entwickeln und Markus außerdem einen Hundegurt trug, hatte er im Crashtest ein wenig mehr Glück. Er berührte zwar den Vordersitz, weil das Gurtsystem ziemlich viel Spielraum ließ, hätte den Unfall aber überlebt.

 

Sicherer Transport von Hunden im Auto

Ein Gurt, wie Markus ihn trug, ist für kleine Hunde bis 12 kg geeignet. Er muss an einem Geschirr befestigt werden, denn wenn der Hundegurt an einem Halsband befestigt wird, könnte sich das Tier daran erhängen.

Wesentlich sicherer ist der Transport in einer Hundebox oder im Kofferraum mit Hundegitter. Die beiden Möglichkeiten habe ich hier verglichen. Auf keinen Fall sollte man aber eine Drahtgitterbox verwenden, denn diese hat sich im Crashtest verbogen. Abgebrochene Stäbe haben sich in den Hund gebohrt.

Welche Möglichkeit der Sicherung verwendet ihr und welche Produkte könnt ihr unseren Lesern empfehlen? Schreibt mir bitte auch, was nicht so gut funktioniert hat. Das hilft dem einen oder anderen, der gerade auf der Suche nach einer Transportlösung ist, sicher weiter!

Ein Gedanke zu “Crashtests mit Hunde-Dummies

  1. Zwei unserer Hunde sitzen in einer Kunststoff-Transportbox von Ferplast (mit herausnehmbarer Trennwand, da für zwei Hunde), ein Hund sitzt in einer Kunststoff-Flugbox von Vari Kennel. Beide Boxen sind stabil, leicht im Gewicht, gut verarbeitet, d.h. ohne scharfe Kanten und einfach zu reinigen.
    Unsere Hunde fühlen sich sehr wohl in den Boxen, was auch daran liegt, dass sie den Aufenhalt in den Boxen mit angenehmen Situationen (Spaziergänge, Turniere, usw.) verknüpft haben.
    Ein Nachteil ist mit Sicherheit, dass die Kunststoffboxen nicht so stabil sind wie Metallboxen, aber gottseidank ist es bei uns noch nie zu einem Unfall gekommen. Sie sind auch nicht so flexibel wie die Faltboxen aus Nylon, aber diese haben wir oft noch zusätzlich im Auto, wenn wir zu den Turnieren fahren oder ins Hotel.
    LG Heike

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