Camping mit Hund

hundegitterCamping ist auch für Hunde eine tolle Sache, denn Vierbeiner freuen sich über frische Luft und jede Menge Freilauf. Außerdem wirkt sich ein gemeinsames Abenteuer positiv auf die Bindung zwischen Mensch und Tier aus. Auf was man alles achten sollte, damit der Camping-Ausflug eine gelungene Auszeit von Alltag wird, habe ich hier mal zusammengestellt. Und da dieser Post etwas länger geworden ist, ist er in 4 Abschnitte unterteilt:

  • Der Campingplatz
  • Die Vorbereitung
  • Hunde im Wohnmobil
  • Hunde im Zelt.

Hund schläft im Zelt

Der Campingplatz

Folgende Fragen helfen bei der Wahl des richtigen Campingplatzes:

  • Sind Hunde erlaubt?
  • Entstehen zusätzliche Kosten, wenn ich einen oder mehrere Hunde mitnehme?
  • Ist der Hund auch im Zelt oder nur im Wohnwagen erlaubt?
  • Ist der Hunde-Bereich des Campingplatzes schön oder handelt es sich dabei eher um den schmutzigen Streifen am Rand?
  • Wie ist der Untergrund beschaffen? Gras ist ideal; Kies (der schnell ausgetauscht werden kann) tut dem Hund weh, wenn er darauf läuft.
  • Ist ein Hundestrand in der Nähe oder dürfen Hunde am See oder am Strand gar nicht ins Wasser?
  • Und ist um den Campingplatz herum genug Natur vorhanden, damit der Hund ausreichend Auslauf bekommt?

 

Die Vorbereitung

Je nach Entfernung von Haus zum Campingplatz kann die Anreise Mensch und Tier ganz schön zusetzen. Damit alle gut am Ziel ankommen, gib’t hier ein paar Tipps.

Ganz wichtig ist natürlich auch, dass man alles dabei hat, was man so braucht. Nehmt am besten das Futter eures Vierbeiners mit, das er von zu Hause gewohnt ist, besonders wenn ihr nicht wisst, welches Futter man vor Ort kaufen kann und ob die Fellnase die Umstellung verträgt.

Darüber hinaus gehören Medikamente (inklusive Zeckenabwehr), ein Erste-Hilfe-Set für Haustiere und die Adresse des Tierarztes bzw. der Tierklinik vor Ort ins Reisegepäck. Auch Spielzeug und Kotbeutel haben wir immer dabei, denn man kann sich nicht sicher sein, dass auf dem Campingplatz immer alles bereitgestellt wird.

Für uns hat sich außerdem eine Isomatte + eine Schleppleine pro Hund bewährt: Die Matte ist gut als Schlafunterlage geeignet, die man nachts ins Zelt bzw. Vorzelt und tagsüber in den Schatten legen kann. Und dank der Schleppleinen können die Hunde vor dem Zelt oder dem Wohnwagen im Schatten liegen und haben alles bestens im Blick.

Ansonsten haben wir noch ein paar Extra-Handtücher dabei, damit man die Tiere nach einem Regenschauer oder nach dem Badeausflug ein bisschen saubermachen kann. Hinweise zum Thema Baden mit Hund gibt’s übrigens hier.

 

Hunde im Wohnmobil

Wenn die Anschaffung eines Wohnmobils euer Budget übersteigt, könnt ihr euch einfach eins mieten. Waumobil und Camper-Dogs vermieten Wohnmobile, die speziell für Vierbeiner eingerichtet sind. Zum Beispiel haben diese Wohnmobile Trittstufen für einen einfacheren Einstig und sind mit Schlafplätzen für Hunde oder Katzen ausgestattet.

So ein Waumobil kostet ab 75 € am Tag, d.h. ungefähr so viel wie ein Hotelzimmer für eine Nacht. Der Preise richtet sich nach der Saison – wie bei Ferienwohnungen und Hotelzimmern auch  – und nach der Anzahl der Schlafplätze.

Bevor man ein Wohnmobil mietet, sollte man sich aber bei seinem Versicherer erkundigen, ob die Hunde-Haftpflicht auch Schäden an beweglichen Mietsachen deckt. Das ist leider nicht immer automatisch der Fall.

Natürlich darf der Hund während der Fahrt nicht frei im Wohnmobil herumlaufen; das wäre viel zu gefährlich. Stattdessen wird er in einer Hundebox transportiert, die im Wohnmobil festgezurrt ist, damit sie bei einem Unfall oder einer Vollbremsung nicht durchs Fahrzeug geschleudert wird. Mehr zum Thema Hundeboxen habe ich hier geschrieben.

 

Reisen mit Hund im Wohnmobil

 

Hunde im Zelt

Wenn ihr vorher noch nie mit eurem Hund zelten wart, ist das Zelt eine neue Umgebung für das Tier, an die es sich erst gewöhnen muss. Das kann spielerisch und mit viel Spaß geschehen: Stell das Zelt doch einfach im Garten auf und werft ein paar Leckerli oder den Ball hinein!

Sobald das Zelt dann kein unbekanntes Wesen mehr ist, kann man probeweise mit dem Hund darin übernachten. Aber Achtung: Es könnte sein, dass das Zelt als Teil des Reviers markiert wird…

Im Zelt ist man der Witterung und allen möglichen Geräuschen ausgesetzt. Daher sollte kein Campingausflug geplant werden, wenn es zu heiß oder zu kalt ist. Idealerweise liegen die Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad, das ist für Hunde am angenehmsten.

Besonders bei Gewitter ist es laut und stickig im Zelt, und das mag nicht jeder Hund. In diesem Fall kann es helfen, im Auto abzuwarten, bis es nicht mehr blitzt und donnert.

Wer einen Hund hat, der Trubel nicht mag und sich bei unbekannten Geräuschen erschreckt, der tut seinem Vierbeiner mit einem Campingausflug grundsätzlich nichts Gutes. In diesem Fall sollte man eher eine Ferienwohnung mieten, in der Ruhe herrscht und wo sich die Fellnase zurückziehen kann, wenn sie möchte.

Wenn das Zelt über ein Vorzelt verfügt, ist das für Vierbeiner ideal: Dort kann man dann die Isomatte und die Schmusedecke von zuhause hinlegen und der Vierbeiner hat einen prima Schlafplatz. Unruhige Tiere wollen allerdings lieber direkt bei ihren Herrchen und Frauchen übernachten.

Ist das Zelt oder das Vorzelt offen, muss der Hund angeleint werden – man weiß ja nie, wer oder was nachts plötzlich zum Jagdobjekt werden könnte. An den Zeltstangen kann man die Leine aber nicht festmachen, denn das ist zu instabil. Für diesen Zweck schafft man sich am besten einen Haken bzw. eine Öse an, die einfach in den Boden geschraubt wird. Im Campingladen bekommt man eine Erdschraube für ungefähr 5 Euro.

Wer mehrere Hunde mitnimmt, die quasi schon Camping-Profis sind, der kann seinen Tieren ein eigenes Hundezelt aufbauen, in dem sie die Nacht verbringen. Denn ein Pärchen zusammen mit zwei oder drei Hunden in einem Zelt wird wegen des Platzmangels sicher nicht viel Schlaf bekommen!

 

Und ihr?

Wart ihr schon mal mit euren Fellnasen campen? Für welchen Campingplatz habt ihr euch entschieden? Was hat gut geklappt und was war nicht so gut? Ich bin super gespannt auf eure Kommentare!

 

Hund am Strand beim Camping

 

2 Gedanken zu “Camping mit Hund

  1. Wir waren oft mit Hund im Wohnmobil unterwegs. Für mich gibt es nur Urlaub mit Hund, weil mir sonst was fehlt und es kein richtiger Urlaub für mich ist.😀 Darum hatten wir uns extra ein Wohnmobil angeschafft. Damit waren wir in Frankreich, Spanien, Dänemark, Holland usw. unterwegs. Immer mit Hund, am lieben abseits der Touristenwege und immer sehr glücklich.
    LG Susanne

  2. Hi Susanne, deine Einstellung kann ich voll und ganz verstehen – ohne unsere beiden Hunde würden wir uns auch nicht richtig entspannen können.
    Ein eigenes Wohnmobil muss einfach herrlich sein – wir sparen gerade dafür!🙂

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s