Das perfekte Familienauto

hundegitterÜber das perfekte Hundeauto habe ich ja schon berichtet – jetzt kommt das perfekte Familienauto an die Reihe! Ehrlich gesagt ist dieser Post entstanden, weil ich ein im Internet ein paar Listen und Fotostrecken mit den angeblich „besten Familienautos“ gefunden habe, denen ich nicht so ganz zustimme. Daher zähle ich jetzt mal alles auf, was mir bei der Auswahl des Autos wichtig ist.

 

Karosserieform:

Vielen Familien kommt es auf den Stauraum im Heck der Familienkutsche an, denn für kleine Kinder muss der Kinderwagen an Bord sein, für den größeren Nachwuchs werden Kinderfahrräder, Sportsachen oder Musikinstrumente mitgenommen. Und wenn es in den Urlaub geht, soll natürlich auch noch genug Platz für das Gepäck bleiben – Taschen und Koffer auf dem Schoß machen sich ja nicht so gut!

Hier werden neben den Vans immer die SUVs empfohlen, denn sie bieten angeblich sehr viel Platz im Kofferraum. Leider stimmt das nicht so ganz – SUVs sind zwar groß, aber der Kofferraum kann trotzdem ganz schön klein ausfallen.

Darüber hinaus haben SUVs eine sehr hohe Ladekante, was es schwierig macht, zum Beispiel einen Kinderwagen hineinzuheben. Weitaus geräumiger und rückenschonender sind Kombis.

das perfekte Familienauto

Auch die Rückbank soll natürlich ausreichend groß sein, damit die Kinder dort bequem und sicher untergebracht werden können.

Eine besondere Herausforderung ist es, ein Auto zu finden, das genug Platz für 3 Kindersitze auf der Rückbank hat. Der ADAC hat’s ausprobiert und folgende Liste mit Modellen veröffentlicht, in denen das klappt:

 

Citroën C4 Picasso Citroën Berlingo Multispace
Ford Tourneo Connect Ford Tourneo Custom
Kia Carens Mercedes Citan Kombi
Peugeot 5008 Partner Tepee Renault Grand Scénic
Seat Alhambra Toyota Prius Plus
VW Caddy VW Sharan
VW T5

(Quelle)

 

Ein bisschen vorsichtig muss man aber sein: Erst mal sieht es ja so aus, als könnte man in diesen Autos wirklich 3 Kindersitze nebeneinander stellen. In der Tat ist es aber so, dass nicht alle Fondsitze über Isofix-Befestigungen verfügen. Hier müssen die Eltern vor dem Kauf genau hinschauen.

Bei Siebensitzern gibt es noch ein weiteres Problem: In manchen Autos ist die dritte Sitzreihe gar nicht zur Befestigung von Kindersitzen zugelassen. Hierüber gibt die Betriebsanleitung Auskunft.

 

 

Ausstattung:

Diese Ausstattung ist mir in einem Familienauto wichtig:

  • Airbags, auch Seitenairbags
  • ABS (Anti-Blockier-System) und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm)
  • LDWS (Spurverlassenswarner) und EBA (Notbremsassistent) sind sehr hilfreich
  • Isofix-System zum Befestigen des Kindersitzes
  • lange Gurte, um Babyschalen zu befestigen
  • Trenngitter und Laderaumteiler, damit die Kinder nicht durch Gepäck verletzt werden
  • Kindersicherung an den Hintertüren
  • elektrische Fensterheber, die von der Fahrerseite aus bedienbar sind
  • Leder statt Stoff, denn es ist einfacher zu reinigen
  • Gummifußmatten wegen schlammigen Schuhen und Brötchenkrümeln
  • Rücklehnenschutz, denn Kinder haben immer die Füße an der Rückenlehne des Vordersitzes
  • Klimaanlage, die regelmäßig gewartet wird (Achtung: Keimgefahr)
  • Getränkehalter sind praktisch, aber kein Muss
  • getönte Scheiben oder Sonnenschutz
  • ein Panoramadach ist nicht so gut, da sich das Auto im Sommer stark aufheizt

Ledersitze haben wir in unserem Toyota Auris Hybrid übrigens nicht, die hätte ich aber gern.😉

 

Unterhalt:

Besonders auf den Baby-Websites findet man immer wieder den Hinweis, dass ein Diesel für längere Strecken besser ist, während sich ein Benziner eher für kurze Fahrten bezahlt macht. Das finde ich veraltet, denn mit einem Hybrid kann man nicht nur nicht nur beim Sprit sondern auch bei der Kfz-Steuer und der Versicherung sparen (das gleicht den höheren Kaufpreis aus).

Für alle Modelle gilt: Den Versicherungsbeitrag sollte man sich vor dem Kauf ausrechnen lassen, denn da gibt es enorme Unterschiede.

 

Umwelt:

Die Erde ist verschmutzt – da bestehen keine Zweifel – und als Eltern wollen wir unseren Kindern natürlich keinen Planeten hinterlassen, der in einem noch schlimmeren Zustand als dem jetzigen ist. Daher haben wir darauf geachtet, dass unser Auto weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt.

Neben dem Auris gibt es natürlich noch weitere familientaugliche Modelle, die viel Platz bieten und trotzdem keine Abgasschleudern sind, zum Beispiel der Prius, Citroën C4 Picasso e-HDi 90 airdream ETG6 oder Ford Focus 1.6 TDCi ECOnetic Turnier. Wer mehr als 5 Sitze braucht, der sollte sich unbedingt mal den Prius+ Siebensitzer anschauen.

 

Weitere Infos

Wenn ihr auch Eltern seid und regelmäßig den Nachwuchs an Bord habt, dann schaut euch doch mal meinen Post über 12 Gefahrenquellen für Kinder im Auto an. Und sagt mir unbedingt Bescheid, welches Auto ihr fahrt und auf welches Detail ihr besonderen Wert legt!

 

Kinder schlafen im Auto

 

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