Mit Hund und Kind im Auto unterwegs

hundegitterWer ein kleines Kind und einen Vierbeiner an Bord hat, kennt das Problem: Man braucht Platz für den Kindersitz, den Hund, den Kinderwagen, die Wickeltasche und – je nach Situation – müssen auch noch Einkaufstüten, Geburtstagsgeschenke oder Windelkartons irgendwie im Auto untergebracht werden. Das ist nicht nur total nervig, sondern es kann auch richtig gefährlich sein. Wir haben eine kleine Tochter und zwei große Hunde und ich habe ehrlich gesagt eine Zeit lang gebraucht, um eine gute Lösung zu finden.

 

Was man auf jeden Fall vermeiden sollte:

1. Das Kind in Gefahr bringen

Klar, das ist das Wichtigste. Das Kind gehört in einen Kindersitz und sollte mit einem Trenngitter vor herumfliegendem Gepäck oder dem Hund geschützt werden. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Hund per se gefährlich ist, aber wenn es zu einem Unfall kommt, gerät das Tier unter Umständen in Panik und wird versuchen, wegzulaufen – im Zweifelsfall über die Sitze. Außerdem könnte der Vierbeiner bei einer Vollbremsung oder einem Aufprall nach vorn geschleudert werden. Daher ist ein Hundegitter oder eine Aluminium-Transportbox ein Muss, finde ich.

Welchen anderen Gefahren ein Kind im Auto ausgesetzt ist, habe ich in diesem Post beschrieben. Und wer einen Reboarder-Kindersitz nutzt, der wird sich vielleicht für diesen Beitrag interessieren.

Baby im Reboarder Kindersitz im Auto

Wenn im Kofferraum einfach nicht genug Platz für die Fellnase ist und der Hund neben dem Kind auf der Rückbank sitzen muss, sollte man ihn mit einem Hundegeschirr sichern, damit er zum Beispiel bei einem Ausweichmanöver oder einem Seitenaufprall nicht auf das Kind geschleudert wird. Worauf man bei der Auswahl des richtigen Geschirrs achten muss, könnt ihr hier nachlesen.

Wichtig ist, dass der Gurt relativ kurz ist, damit der Hund wenig Spielraum hat. Das hört sich jetzt erst mal gemein an, aber es ist wirklich besser für die Sicherheit vom Tier und vom Baby. Sind die beiden voneinander getrennt, kann der Hund das Baby nicht beißen, wenn er sich erschreckt (selbst der liebste Hund kann in einer Stresssituation zuschnappen). Und bei einem Unfall ist ein zu langer Gurt lebensgefährlich für den Vierbeiner, weil er dann gegen den Vordersitz oder zur Seite geschleudert wird.

 

2. Den Hund in Gefahr bringen

Der Hund darf auf keinen Fall frei im Auto herumlaufen. Meine Kollegin ist der Meinung, dass ein gut erzogener Hund das auch nie tun würde, aber die Einstellung halte ich für ziemlich naiv, denn man weiß nie, wie sich das Tier verhalten wird, wenn wirklich mal etwas passiert.

Einer meiner Vierbeiner ist übrigens echt anhänglich, hat sehr viel Energie und liebt unsere Tochter über alles (der andere ist eher relaxed). Ohne Hundegitter würde er vom Kofferraum aus auf die Rückbank klettern, weil er gestreichelt werden will. Wir arbeiten seit einiger Zeit daran, dass er nicht immer und überall seine Streicheleinheiten einfordern kann, aber er ist einfach noch nicht soweit, dass ich mich darauf verlassen kann, dass er auf jeden Fall an seinem Platz bleibt. Auf das Gitter im Auto würde ich deshalb nie verzichten.

Travall Hundegitter mit Trenngitter

Außerdem sollte man auf keinen Fall Gepäck oder sonstwelche Gegenstände neben den Hund in den Kofferraum packen, wenn man keinen Laderaumteiler im Kofferraum hat, denn die Sachen könnten in der Kurve auf den Hund fallen oder rutschen.

 

3. Sich selbst in Gefahr bringen

Als Eltern wissen wir wohl alle, dass man Hund und Kind niemals aus den Augen lassen sollte. Deshalb ist es meiner Meinung nach wirklich schwierig, die beiden zusammen auf der Rückbank unterzubringen und gleichzeitig auf den Verkehr zu achten. Wer ständig in den Rückspiegel schaut, um zu kontrollieren, ob bei den beiden alles klar ist, der ist ein Sicherheitsrisiko für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.

Eine weitere Gefahrenquelle sind lose Gegenstände, die bei einem Unfall durch den Wagen geschleudert werden. Manch einer mag denken, diese werden von den Rückenlehnen aufgehalten, aber die Sitze sind gar nicht dazu ausgelegt, fliegendes Gepäck aufzuhalten. Daher gilt: Ladung festzurren oder ein Trenngitter anbringen.

Einige Eltern klappen wegen Platzmangel im Kofferraum die Rückbank teilweise um und schieben dann den Kinderwagen durch. Auch das ist zu gefährlich, wenn der Kinderwagen nicht zusätzlich gesichert ist.

 

Unsere Lösung

Nach gefühlten 1000 Stunden Internetrecherche und viel Rumprobieren haben wir eine Lösung gefunden, die für uns ganz gut funktioniert:

Unsere Tochter sitzt im Kindersitz auf der Rückbank und die Fellnasen sind im Kofferraum hinter dem Hundegitter. Außerdem haben wir einen Längsteiler, falls wir Gepäck oder Kisten neben die Hunden im den Kofferraum stellen. In einem Kombi klappt das meistens; in Ausnahmefällen wird ein Anhänger ausgeliehen.

Was den Kinderwagen angeht, haben wir uns für einen von der holländischen Firma Bugaboo entschieden, denn den kann man zusammengeklappt hinter dem Fahrersitz unterbringen (den Kinderwagen haben wir allerdings gebraucht gekauft, weil er uns neu einfach zu teuer war…).

Bugaboo Kinderwagen zusammenklappbar

Wie habt ihr das Platz- und Transportproblem im Auto gelöst? Über eure Kommentare würde ich mich wirklich freuen, denn vielleicht helfen wir damit anderen Eltern, die auch Hunde haben und gerade noch auf der Suche nach einer guten Lösung sind.🙂

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