10 Tipps für die Gassirunde im Regen

Logo des Hundegitter-BlogsBei uns hat es seit fast einer Woche andauernd geregnet – daher die Inspiration für diesen Post. Unsere beiden Fellnasen müssen natürlich raus und eigentlich macht ihnen der Regen auch nicht viel aus. Es gibt aber ein paar Dinge, die man im Herbst und Winter beachten sollte, wenn der Hundespaziergang trotz Regen Spaß machen und sicher sein soll.

ein Hund steht im Regen

 

1 – Die richtige Kleidung

Für Menschen ist Regenkleidung selbstverständlich, aber ich habe noch nicht viele Vierbeiner mit Regenjacken gesehen. Dabei ist es speziell für ältere und gebrechliche Hunde sogar sehr angenehm, einen Schutz vor Nässe und Kälte zu tragen!

Da meine Hunde relativ groß sind, habe ich mir nicht nur Regenjacken für Hunde angeschaut. Stattdessen bin ich am Ende bei den Decken für Fohlen fündig geworden: Diese sind wasserdicht, können dem Hund ganz einfach angezogen werden und sind nicht so teuer wie spezielle Hundekleidung.

Gut finde ich, dass diese sogenannten Weidedecken auch die Brust schön warm und trocken halten und für den Winter gibt es auch gefütterte Varianten, aber mit denen habe ich noch keine Erfahrung gemacht.

Im Herbst und Winter, wenn die Sicht durch Regen und Nebel schlecht ist, sind Reflektorstreifen eine gute Idee. Die Streifen kann man einzeln kaufen und dann zum Beispiel am Hundemantel oder an der Leine anbringen. Leuchthalsbänder gehen natürlich auch, aber die mögen meine Hunde einfach nicht.

 

2 – Den Eingangsbereich vorbereiten

Unsere Waschküche benutze ich bei schlechtem Wetter als „Dreckschleuse“. Dort liegen eine große Schmutzfangmatte und ein Stapel Handtücher, damit ich die Fellnasen nach dem Gassigehen trockenrubbeln kann.

Wer keine Waschküche hat, kann zum Beispiel den Flur oder die Garage nutzen. Einige Hundebesitzer haben auch gleich einen Fön da, um das Fell trockenzufönen, aber da muss man vorsichtig sein, dass die Fönluft nicht zu heiß ist.

 

3 – Der richtige Ort

Bei Dauerregen bietet es sich an, die Gassirunde in den Wald zu verlegen, denn die Bäume schützen zumindest ein bisschen vor dem Regen. Unsere Hunde finden das übrigens ganz klasse – vielleicht liegt es daran, dass Feuchtigkeit Gerüche verstärkt und Gerüche sind für Hunde ja bekanntlich besonders spannend!

Hund schnüffelt im Wald

Ein bisschen vorsichtig sein muss man im Wald aber. Nasses Laub ist rutschig und Welpen und Hundesenioren mögen das verständlicherweise nicht so gern.

Außerdem muss man aufpassen, dass der Hund keine Eicheln oder Kastanien frisst. Eicheln enthalten sehr viele Gerbstoffe und sind dadurch unverträglich. Und die Saponine („Seifenstoffe“), die in Kastanien und den grünen Fruchtschalen enthalten sind, sind für Hunde giftig.

 

4 – Für viel Action sorgen

Bleiben Zwei- und Vierbeiner in Bewegung, wird’s nicht so schnell kalt. Man kann auch einen Ball oder ein anderes Spielzeug mitnehmen und den Hunden auf diese Art und Weise Action bieten. Ich jogge gerne, wenn es während des Spaziergangs regnet, und die beiden Fellnasen machen das ganz gut mit.

 

5 – Die Routine einhalten

Wenn man trotz Nieselregen, Gewitter oder Sturm immer zur gewohnten Zeit rausgeht, gewöhnt sich der Hund daran und es wird ihm leichter fallen, die Gassirunde zu genießen. Hunde sind Gewohnheitstiere.

Hund im Wald

 

6 – Vorsicht bei Pfützen

Meine Hunde dürfen nicht aus Pfützen trinken. In Pfützen können sich Leptospirose-Bakterien befinden, die die Leber und Nieren schädigen und echt gefährlich sind. Darüber hinaus sind Pfützen in der Natur mit Würmern und in der Stadt mit Benzin und Öl verseucht. Da sind Magen- und Darmprobleme quasi schon vorprogrammiert.

 

7 – Ohren- und Pfotencheck

Die Kombination aus Kälte, Feuchtigkeit und Ohrenschmalz begünstig Ohrentzündungen. Daher sollten die Ohren des Hundes gerade im Herbst und Winter regelmäßig kontrolliert werden. Häufiges Kopfschütteln und Kratzen an den Ohren sind Hinweise auf eine Infektion.

Wenn der Hund sich bei der Gassirunde oder beim Spielen eine kleine Verletzung zuzieht, kommt es durch den nassen Boden schneller zu Entzündungen. Manche Hunde haben ziemlich lange Haare zwischen den Zehen und Ballen. Das Fell sollte in diesen Bereichen möglichst kurz geschnitten werden, denn kurze Haare werden bekanntlich schneller trocken.

 

8 – Den Hund nach Flöhen absuchen

Der Herbst ist Igelzeit und so niedlich die kleinen Stachelkugeln auch sein mögen – sie sind voll von Zecken und Flöhen. Wenn dann ein Hund daherkommt, springen die Flöhe gern mal auf den neuen Wirt über. Hinweise auf Flohbefall sind häufiges Kratzen und Lecken sowie kleiner schwarzer Flohkot im Fell, der bei Kontakt mit Wasser rotbraun wird.

 

9 – Die Gassirunde abkürzen

Manchmal ist das Wetter einfach gegen uns Hundebesitzer, da hat es trotz bester Absichten keinen Sinn, stundenlang draußen rumzulaufen.

Hund verträgt das Autofahren nicht

 

Wenn der Hund durchnässt ist und die Temperaturen fallen, droht sogar eine Unterkühlung. In dem Fall geht’s ab nach Hause und, um die fehlende Stimulation durch die Umgebung auszugleichen, kann man Spiele mit dem Hund machen.

 

10 – Nach dem Spaziergang

Wenn wir nach Hause kommen, trockne ich meine Vierbeiner gut ab und biete ihnen entweder ihr Futter oder eine kleine Belohnung an. Und für mich heißt es dann: auch schnell abtrocknen und mit einer Tasse Ingwertee auf’s Sofa. :-)

 

Und ihr?

Wie finden eure Vierbeiner die Gassirunde im Regen? Und habt ihr weitere Tipps für uns?

5 Gedanken zu “10 Tipps für die Gassirunde im Regen

  1. Super Post! Und wirklich passend für diese Jahreszeit!
    Unser Hund, Romeo, mag es ganz und gar nicht nass zu werden: die Frisur geht kaputt, es tropft in die Augen, die Ohren werden nass, ….
    Daher trocknen wir ihn nicht nur ab, sondern ziehen ihm auch noch seinen blauen Hunde-Bademantel an. Den liiiiieeeebt er, weil’s dann kuschelig warm ist🙂

    • Hi Paula, vielen Dank! Unsere beiden sind Gott sei Dank ziemlich pflegeleicht und haben auch keine Frisur🙂
      Das Abtrocknen mögen sie allerdings nicht so gern, weil sie dann stillhalten müssen. Aber ohne Trockenrubbeln geht es nicht ins Haus, da bin ich ganz streng! LG, Sarah

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