Wintersport mit Hund

Logo des Hundegitter-BlogsUnsere Hunde sind Schneehasen, die sich total gern austoben, wenn es draußen weiß und kalt ist. Daher versuchen wir, so oft wie möglich mit ihnen wandern zu gehen, wenn es das Wetter erlaubt. Und auch im Winterurlaub in der Nähe von Davos waren unsere Vierbeiner schon dabei. Heute gibt’s ein paar Ideen, was man beachten sollte, bevor man Hunde in den Wintersport einbezieht.

 

Die Kondition des Hundes

Wir kennen das ja von uns selbst: Im Schnee ist das Laufen viel anstrengender. Da dies auch für Hunde gilt, kommt es bei Wanderungen im Schnee viel schneller zu Muskelkater und Erschöpfung. Älteren Hunden und Tieren mit Gelenkbeschwerden sollte man das also nicht unbedingt antun.

 

Die Vorbereitung

Damit es dem Vierbeiner draußen gut geht, sollten ein paar Vorkehrungen getroffen werden. Am besten schneidet man lange Zotteln am Bauch ab, damit sich dort keine Eisklümpchen bilden. Auch langes Fell zwischen den Zehen oder an den Schlappohren würde ich stutzen.

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Die Pfoten kann man super mit Vaseline oder Kokosöl eincremen, damit sie nicht rissig und unempfindlicher gegenüber Streusalz und Kälte werden (übrigens schmiere ich mir die meine Beine auch mit Kokosöl ein, wenn es richtig kalt ist. Irgendwie isoliert das!).

 

Die richtige Kleidung

Hat der Hund ein kurzes Fell oder friert einfach schnell, dann bekommt er ein Mäntelchen an. Bei großen Tieren ist auch eine Fohlendecke super geeignet – die sind etwas günstiger als große Hundemäntel.  🙂

Hund mit Wintermantel

Reflektoren und Hundesicherheitswesten sind prima, denn bei diesigem Wetter ist es gar nicht so einfach, Hunde mit hellem Fell gegen den Schnee auszumachen.

Besonders kleinen Hunden, die regelrecht im Schnee versinken, sollte man aber keinen Wintersport antun, denn sie unterkühlen viel zu schnell, wenn der komplette Körper nass wird. Da hilft dann auch kein Mantel mehr.

 

Die passende Sportart

Wer in der Nähe schöne Wanderwege hat, der kann sich glücklich schätzen. Ist der Hund fit, dann wird er das Wandern sehr gern mitmachen. Natürlich gibt es auch unter Vierbeinern Couch Potatoes, aber wenn man sie behutsam an das neue Hobby heranführt und die Spaziergänge langsam aber sicher ausdehnt, dann werden mit etwas Geduld selbst die Bewegungsmuffel Spaß am Wandern haben.

Auch Langlauf mit Hund ist möglich und wird sogar immer beliebter. Daher verfügen einige Gebiete bereits über spezielle Hundeloipen. Für diesen Wintersport benötigt man die übliche Langlauf-Ausrüstung sowie eine Schleppleine und idealerweise ein paar Reflektoren für den Hund.

Wir haben die Hundeloipe in Davos ausprobiert und waren absolut hin und weg! Die Landschaft ist traumhaft schön und während einige Loipen für Vierbeiner nur ein oder zwei Kilometer lang sind, ist diese auch für Hunde mit mehr Ausdauer das richtige.

Für abenteuerliche Wintersportler gibt es übrigens auch Gondeln, in denen man seine Hunde mit auf eine Bergwanderung nehmen darf. So kann man inklusive Fellnase zum Beispiel auf die Zugspitze oder das Nebelhorn gelangen. In der Gondel müssen die Hunde angeleint sein und einen Maulkorb tragen.

Habt ihr schon mal etwas von Skijöring gehört? Dieser Wintersport kommt aus Skandinavien und ist nur für größere, zieh- und lauffreudige Vierbeiner sowie für Menschen mit einem guten Gleichgewichtssinn geeignet. Beim Skijöring steht eine Person auf Skiern, wird von ein bis drei Hunden gezogen und gibt Befehle wie „vorwärts“, „links“ oder „rechts“. Für uns wäre es nichts (ich falle ja schon beim Inlineskaten auf mein Hinterteil), aber ich kann mir vorstellen, dass der Sport athletischen Hundehaltern mit größeren Laufhunden oder nordischen Rassen Spaß machen könnte.

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Egal, für welche Sportart ihr euch entscheidet: Macht auf jeden Fall regelmäßig Pausen, aber nur kurz, denn wer sich nicht bewegt, der wird schneller kalt. Am besten kann man dem Hund Wasser aus einer Thermoskanne anbieten. Schnee sollten Vierbeiner nicht fressen, da der Schnee zu kalt und oft ziemlich schmutzig ist.

Und noch eine wichtige Sache: Wenn eure Vierbeiner ein Problem mit dem Wildern haben, dann kommen Winterwanderungen und Langlauf  nicht infrage.

 

Der richtige Ort

Wenn ihr nicht direkt im Schnee, sondern auf geräumten Wanderwegen unterwegs seid, dann achtet darauf, dass dort nicht zu stark gestreut wurde. Streusalz und Splitt sind eine große Belastung für Hundepfoten.

Auf normalen Ski- und Snowboardpisten sind Hunde natürlich nicht erlaubt, denn das Verletzungsrisiko ist dort viel zu hoch.

 

Hier noch ein paar Hinweise in der Übersicht:

Infografik Wintersport mit Hund

 

Und ihr?

Habt ihr Erfahrung in Sachen Wintersport mit Hund? Welche Sportart habt ihr schon mal ausprobiert? Oder mögen eure Hunde Schnee und Kälte nicht so gern?

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4 Gedanken zu “Wintersport mit Hund

  1. Toll, ein sehr informativer Beitrag zum Thema Wintersport mit Hund. Ich behandele die Pfoten unserer Hunde vor dem Spaziergang mit einem Pfotenschutzcreme, die Bienenwachs enthält bzw. mit einem Ballen-Balsam mit Arnika und Lorbeer. Damit sind die Hundepfoten prima gegen die Kälte, Eis, Schnee, Streusalz und Split geschützt. LG Heike

    • Hallo Heike, Bienenwachs ist immer gut. Einen speziellen Ballenbalsam habe ich noch nicht ausprobiert, aber du hast mich jetzt neugierig gemacht! Vielen Dank für die Anregung! 🙂

  2. Ein wirklich schöner Artikel!

    Moppel liebt den Schnee, auch wenn er hinterher fix und fertig ist.
    Sein langes Fell versuchen wir so gut es eben geht zu kürzen, aber meistens bilden sich trotzdem Schneebälle. Da er immer Probleme mit der Blase bekommt, wenn es zu lange kalt von unten ist, ziehen wir ihm hinterher einen Bademantel an. Das klingt zwar total blöd und Moppel hasst das Ding, aber dadurch trocknet er viel schneller und sein Bauch wird schön warm gehalten.
    Die Füße cremen wir im Winter regelmäßig mit Ringelblumensalbe ein. Die gibt es günstig zu kaufen oder man kann sie selbst machen. Er bekommt dann zu Hause Socken an bis die Salbe eingezogen ist. Das macht die Füße schön geschmeidig.
    Wir freuen uns schon wahnsinnig auf nächsten Winter- dann wollen wir einen Kickspark Schlitten ausprobieren. Den kann man in der Nähe günstig ausleihen und da er den Zughundesport schon vom Sommer kennt, sollte er auch damit seinen Spaß haben.

    • Danke für deinen Kommentar. Die Ringelblumensalbe riecht bestimmt auch gut. Wünschen euch schon einmal viel Spaß mit dem Kickspark Schlitten nächsten Winter.

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